Malerei, Zeichnung & Mixed Media

Aktuelle Sammlung

Anmerkung der Künstlerin

Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Bild als Ereignis und Wahrnehmung als Beteiligung. Im Zentrum steht ein Verständnis von Malerei, das nicht auf Darstellung zielt, sondern auf Prozesse des Sichtbarwerdens, in denen sich Selbstverhältnisse fortwährend verschieben.

Ausgehend von Erfahrungen zwischen Selbstentfremdung und Selbstnähe untersuche ich mit meiner Arbeit das Selbst nicht als stabile Einheit, sondern als fraktale Struktur: als Vielheit von Zuständen, Wiederholungen und Brüchen, die sich gegenseitig durchdringen und verändern. Malerei wird dabei zu einem Ort, an dem sich diese Bewegungen nicht auflösen, sondern in ihrer Gleichzeitigkeit erfahrbar bleiben.

Ein besonderer Fokus liegt auf verinnerlichten Mustern weiblicher Sozialisation, insbesondere auf Formen von Anpassung, Selbstzurücknahme und Kontrolle von Wirkung. Diese werden nicht als individuelle Zuschreibungen verstanden, sondern als erlernte Strategien innerhalb gesellschaftlicher Strukturen, die Wahrnehmung und Verhalten prägen und zugleich Handlungsspielräume eröffnen.

Meine malerische Praxis bewegt sich bewusst im Spannungsfeld von Kontrolle und Aufgabe, von Glättung und Bruch. In dieser Spannung entsteht ein Raum, in dem Sichtbarkeit nicht als Festlegung erscheint, sondern als vorsichtige Annäherung an ein sich ständig verschiebendes Verhältnis zu sich selbst und zur Welt. 

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